Ein erstes Klimaschutzkonzept auf städtischer Ebene hatte es bereits 1996 gegeben. Jetzt sei es an der Zeit, erklärten Sagurna und sein
Ratskollege Theo Peters, dem ersten Schritt weitere und konkretere Schritte folgen zu lassen. Ziel seien "quantifizierbare Maßnahmen".
Diese Maßnahmen zur Minderung des Ausstoßes von Kohlendioxid (CO2) mitsamt festen Zeitvorgaben soll die Stadtverwaltung nach dem Willen
der Sozialdemokraten für die Bereiche Gebäudebestand, Verkehr, Industrie und private Haushalte entwickeln.
"Die Stadt muss Vorbild für die Reduzierung des Energieverbrauchs sein", heißt es im SPD-Antrag, der in der nächsten Woche dem
Umweltausschuss des Rates vorgelegt wird. So soll das städtische Immobilien-Management ein Konzept vorlegen, wie der Energieverbrauch
in den eigenen Gebäuden bis 2010 um 15 Prozent verringert werden kann.
Eine weitere Idee aus dem SPD-Antrag: Die Stadt soll verstärkt eigene Dachflächen für die Errichtung von Solaranlagen durch private
Betreiber nutzen und die dadurch erzielten Einnahmen in die "energetische Sanierung" des städtischen Gebäudebestandes fließen lassen.
"Das wirtschaftliche Potenzial eines konsequenten Energiemanagements bei der Stadt muss ausgeschöpft werden", so der Antragstext, "da so
überzeugend vermittelt werden kann, dass Klimaschutz unmittelbar auch wirtschaftlich sinnvoll ist." Darüber hinaus soll die Stadt in
Zusammenarbeit mit der DVG den innerstädtischen, autolosen Verkehr voranbringen - unter anderem durch Förderung des Fahrrads. |