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Drucksache-Nr. 05-1898
Betreff: PCB-Sanierung
- Gemeinschaftsgrundschule Am Borgschenhof und Heinrich-Heine-Gesamtschule Duisburg-Rheinhausen
- Max-Planck-Gymnasium, Duisburg- Meiderich
Betreff: Mehrkostenbeschluss
- Gemeinschaftsgrundschule Am Lindentor, Duisburg-Serm
Betreff: Sanierungsmaßnahme
Auch beim Max-Planck-Gymnasium wurde mit der Sanierung nach den Sommerferien 2002 begonnen.
Mit dem Baubeschluss DS 3219 ist bei dieser Maßnahme ein Finanzrahmen von 2.691..400 Euro beschlossen worden. Das Submissionsergebnis belief sich auf
1.041.708 Euro. Wie bei den vorgenannten Maßnahmen haben im Laufe des Sanierungsfortschritts höhere Sanierungsaufwändungen und Massenmehrungen zu entsprechenden
Kostensteigerungen geführt. Nach letzten Kostenschätzungen, eine Schlussrechnung der Bauabschnitte 1,2 und 4 liegt bislang noch nicht vor, belaufen sich die Baukosten auf
2.134.000 Euro. Die Überschlägige Kostenschätzung des noch ausstehenden Bauabschnittes 3 ist mit 774.000 Euro veranschlagt. Demnach liegen die voraussichtlichen Gesamtkosten bei
insgesamt 2.908.000 Euro. Dieser Betrag liegt noch innerhalb von 10 % über der Baubeschlusssumme und unterliegt nicht dem Mehrkostenbeschluss.
Auch hier ist eine kurzfristige Weiterführung der Maßnahme erforderlich, um das erreichte Sanierungsziel nicht zu gefährden. Einstimmig Beschlossen.
Drucksache-Nr. 05-1824
Betreff: Emschergenossenschaft
hier: Zukunftsvereinbarung Regenwasser Beschlussentwurf
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die Zukunftsvereinbarung Regenwasser mit der Emschergenossenschaft für die Stadt Duisburg zu unterzeichnen und die
Umsetzung der in der Zukunftsvereinbarung genannten Regelungen unter Beachtung der Interessen der Stadt Duisburg sowie Berücksichtigung der in der Vorlage genannten
Rahmenbedingungen zu veranlassen. Auf dem Gebiet der Stadt Duisburg obliegt den Abwasserverbänden Emschergenossenschaft, LINEG und Ruhrverband innerhalb ihrer
Verbandsgebiete nach landesgesetzlichen Regelungen die Abwasserbehandlung ( Kläranlagen ) sowie die Mischwasserbehandlung. Das auf Duisburger Stadtgebiet liegende
Verbandsgebiet der Emschergenossenschaft ist aus Anlage 2 ersichtlich und umfasst ca. 20 % des Stadtgebietes.
Drucksache-Nr. 05-1824
Datum. 18.05.2005
Im Zusammenhang mit der naturnahen Umgestaltung der Emscherläufe (Emscherumbau) wird künftig das Abwasser aus den offenen Emscherläufen herausgenommen und über
parallel zu den Emscherläufen verlegten oder noch zu verlegenden Abwasserkanälen den zentralen Kläranlagen (im Bereich Duisburg den Kläranlagen Emschermündung und Alte
Emscher) zugeführt. Die naturnah umgestalteten Emscherläufe sollen künftig nur noch Reinwasser bzw. unverschmutztes Niederschlagswasser ableiten.
Bislang wird im Gebiet der Emschergenossenschaft Niederschlagswasser in den meisten Fällen gemeinsam mit Schmutzwasser über die Mischwasserkanalisation den offenen
Emscherläufen zugeführt. Neben behandlungsbedürftigem Niederschlagswasser, z.B. von gewerblich genutzten Flächen bzw. Verkehrsflächen, wird vielfach auch nicht
behandlungsbedürftiges Niederschlagswasser von privaten unverschmutzten Flächen ( z.B. Dachflächen, Terrassenflächen) sowie Grundwasser ( z.B. aus Hausdrainagen) der
Kanalisation zugeführt und klärtechnisch behandelt. Diese unverschmutzten Wässer müssen bei der Auslegung der Kanalisation bzw. der Kläranlagen berücksichtigt werden.
Können in vertretbarem Umfang derartige unverschmutzte Wässer von der Kanalisation ferngehalten werden, kann dies bei der Auslegung neuer Entwässerungsanlagen (insbesondere Kanäle, Kläranlagen, Regenbecken) zu
Kosteneinsparungen führen. Vor dem Hintergrund der zu tätigenden Investitionen in den Emscherumbau arbeitet daher die Emschergenossenschaft bereits seit Jahren intensiv an der breiten
Umsetzung einer nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung in der Emscherregion ( "Regen auf richtigen Wegen").
Mit Blick auf das Thema "Regen auf richtigen Wegen" verfolgt die Emschergenossenschaft (EmschG) das Ziel, durch naturnahe und nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung im
Genossenschaftsgebiet in 15 Jahren 15 % des Abflusses von der Kanalisation fernzuhalten. Möglich werden soll dies durch Maßnahmen der Entsiegelung befestigter Flächen,
Abkopplung von Flächen von der Kanalisation oder der Vermeidung der Einleitung von Fremdwasser ( z.B. Grundwasser aus Drainagen ) in die Kanalisation.
Wird dieses Ziel einvernehmlich mit den Kommunen angestrebt, können die zu bauenden Abwasserkanäle entlang der Emscher geringer dimensioniert und damit kostengünstiger
erstellt werden. Nach Aussage der EmschG sind Einsparungen von 70 Mio EURO an Investitionskosten möglich.
Eine Genehmigung dieser Planungen durch die Aufsichtsbehörde (BR Münster) ist
allerdings nur dann zu erwarten, wenn dieses Ziel von den Städten mit getragen wird. Daher soll dieses Ziel "15 % Abflussreduzierung in 15 Jahren" in einer "Zukunftsvereinbarung Regenwasser" zwischen der EmschG, den
Städten sowie dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) schriftlich verabredet werden.
Die zur Unterzeichnung durch den/die jeweilige/n (Ober)Bürgermeister(in) vorgesehene Vereinbarung ist in der Anlage 1 der Vorlage beigefügt. Die Unterzeichnung soll im Juni
2005 in einer Öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung vorgenommen werden. |