Ampelanlage an der Kreuzung
"Unter den Ulmen/Sommerstraße"sorgt für Zündstoff
25.03.2006

Die Delegierten fühlen sich von der Verwaltung verschaukelt. Die Bezirksvertreter der BV Meiderich/Beeck sahen alle rot. Wieder einmal!
"Es gibt Beschlüsse, doch die Verwaltung mauert. Nimmt man die Politik nicht ernst?", fragte SPD-Ratsherr Bruno Sagurna erregt.

Anlass des Ärgers bei der jüngsten Sitzung war ein Beschlussentwurf der Verwaltung, vorgelegt zur Kenntnisnahme - der Rat entscheidet am 30. März. Hubert Becker vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement erläuterte den Plan, zügig alle Ampelanlagen der Stadt auf Abschaffung zu prüfen.

Alle Anlagen prüfen? Da schalteten die Ortspolitiker verbal in den fünften Konfrontations-Gang. Denn: Die Ampel an der Kreuzung Unter den Ulmen/Sommer-/Steinstraße in Meiderich ist seit über 20 Monaten defekt. Es gab Ortsbesichtigungen, es gab zwei einstimmige Beschlüsse der BV, sie instand zu setzen. Und nur die BV habe die Entscheidungshoheit bei Ampeln, betonten die Politiker aller Couleur. Auch das: wieder einmal!

Schon im September 2004 beauftragte die BV die Verwaltung, die Ampel ans Laufen zu bringen. Es tat sich: nichts. Der Beschluss wurde erneut gefasst ein Jahr darauf - weil die Stadt die Anlage abbauen wollte. Dafür wollte sie die Straße schmaler machen und einen Zebrastreifen mit Inseln anbringen. Obwohl, so die BV, die Feuerwehr dagegen höchste Sicherheitsbedenken hat. Kosten: rund 40 000 E. Etwa die gleiche Summe würde die Instandsetzung kosten, hinzu kämen die Betriebskosten.

"Bei uns muss nichts mehr geprüft werden", betonte Bezirksvorsteher Wilhelm Jankowski.
Häufig war er vor Ort, jüngst mit dem WDR-Fernsehen (Sendetermin: 27. März/19.30 Uhr).
Trotz Tempo-30-Zone rasen viele, es gibt dort Altenwohnungen, Behindertenschule, Kindergarten.

Kurz: Die Ampel muss wieder her - aus Sicherheitsgründen - wie beschlossen."
Die Verwaltung mauert. Nimmt man Politik nicht ernst?"