Zu heftigen Diskussionen hat die geplante Verlegung der Drogenberatung nach Meiderich geführt. Die Notwendigkeit einer Verlegung der Beratungsstelle an einen neuen Standort soll entstanden sein, da das bisherige Gebäude durch Schimmel befallen ist und somit Mitarbeiter gesundheitlich gefährdet sind. Die Entscheidung über die Verlagerung einer Dienststelle der Stadt Duisburg wird allein getroffen durch die Stadtverwaltung mit ihrem Verwaltungschef Oberbürgermeister Sauerland.
Die Einrichtung von Drogenberatungen gehört grundsätzlich zu den kommunalen Aufgaben. Sie stellt eine Verpflichtung dar, der sich Politik und Gesellschaft stellen müssen. Die Drogenberatungsstelle ist ein wichtiger Baustein für den Ausstieg aus einer häufig langjährigen Drogenkarriere. Entgegen der geläufigen Meinung ist sie nicht Sammelpunkt unwilliger Drogenabhängiger sondern Hilfe für Ausstiegswillige und Anlaufpunkt für Angehörige, die sich um den Drogengebrauch ihrer Familienmitglieder sorgen.
Die vier Kommunalpolitiker betonen aber, dass es der gesellschaftlichen Verantwortung widerspricht, eine gut funktionierende Drogenberatungsstelle grundsätzlich zu fordern, dann aber einen Rückzieher zu machen, wenn sie im eigenen Stadtteil entstehen soll. Die SPD-Meiderich wird ihre nächste Bürgerversammlung dazu nutzen, mit den Verantwortlichen aus der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern dieses Thema zu diskutieren. |