SPD fordert Duisburger Umweltzone
29.01.2007

„Unsere Kinder und Enkel müssen besser vor Umweltgiften geschützt werden. Gerade junge Menschen sind in ihrer Entwicklungsphase besonders durch Feinstäube gefährdet. Deshalb brauchen wir ein Konzept für eine Umweltzone auch in Duisburg.“, fordert der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ratsherr Bruno Sagurna.

Der stellvertretende Umweltausschussvorsitzende, SPD-Ratsherr Theo Peters, verweist auf andere Ruhrgebietsstädte wie Oberhausen, Essen und Dortmund, die sich an der Umweltzone für das Ruhrgebiet beteiligen und ihre Bürger schützen.

Peters:„Umweltdezernent Greulich und OB Sauerland sollen ihre Untätigkeit aufgegeben und endlich ein Konzept vorlegen. Die Stadtspitze ist dem Bürger verpflichtet und nicht der IHK.“

Peters sieht weitere Belastungen auf den Duisburger Süden und Rheinhausen zukommen, wenn die geplanten Kraftwerke in Krefeld realisiert werden sollten.

Die SPD-Umweltpolitiker untermauern ihre Position mit Fakten. Wie das Landesumweltamt in Untersuchungen aufzeigt, hat das Ruhrgebiet mit der Luftreinhaltung ein Problem und zwar ein gewaltiges: Alleine die Emissionen von Industrie und Haushalten an Rhein und Ruhr reichten aus, um ganz dicht ans Ende der EU-Messlatte zu geraten. Kommen nun die Autoabgase hinzu, liegen die Werte an vielen Orten außerhalb des Erlaubten.

Sagurna, Mitglied im Regionalverbund Ruhr: „Im Einzelkampf gegen Staub- und Abgasprobleme sind die Städte bislang gescheitert. Die effektivste Methode, um Feinstäube und Stickoxide in Autoabgasen zu bekämpfen, ist die Ausweisung des Ruhrgebietes als Umweltzone. Die Zahl der Überschreitungstage könnte so um die zehn Tage reduziert werden, mit weiteren Maßnahmen sogar um 20 Tage.“

Bruno Sagurna, SPD-Ratsherr
Umweltpolitische Sprecher SPD Fraktion
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