Bruno Sagurna (SPD): Biologische Station erhalten
Stadt soll Lösungen finden
16.05.2007
Die SPD setzt sich für den Erhalt der Duisburger Biologischen Station in der jetzigen Form ein. Die Landesregierung plant die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet, die sich die Städte Duisburg, Mülheim und Oberhausen teilen, mit der Bio-Station Östliches Ruhrgebiet in Herne zusammenzulegen. Damit soll eine Einsparung von rund 15.000 Euro erzielt werden. Diesen Plan der Landesregierung lehnt die SPD ab.
Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ratsherr Bruno Sagurna erwartet einen Widerstand der Stadt gegen diese Pläne und konkrete Lösungsvorschläge.

Sagurna: „Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, sich für die uneingeschränkte Aufrechterhaltung der biologischen Station Duisburg/Mülheim/Oberhausen bei der Landesregierung einzusetzen. Dabei soll dem Land angeboten werden, als Ersatz für die Kürzung des Landeszuschusses für die Biologische Station entsprechende Kompensationsmittel aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung zu stellen.“

Zum Hintergrund: Zu den Kernaufgaben der Station gehört die Betreuung der Naturschutzgebiete, insbesondere der nach der europäischen Naturschutzrichtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen gemeldete FFH („Flora-Fauna-Habitat“)-Gebiete „Walsumer Rheinaue“, „Mülheimer Ruhraue“ und des in Oberhausen gelegenen Teilbereiches des „Hiesfelder Waldes“. In diesen Gebieten werden gefährdete Tiere und Pflanzen erfasst und Vorschläge für die Pflege der Gebiete erarbeitet.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt dient dem Erhalt und der Entwicklung von Streuobstwiesen, die als Lebensräume für zahlreiche zum Teil gefährdete höhlenbrütende Vogelarten sowie Kleinsäuger und Insekten bedeutsam sind.

Hierzu gehört die Apfelsammelaktion auf je einem Bauernhof in den Städten Duisburg, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr, als auch die Erfassung des Steinkauzes als wichtigem Bewohner von Streuobstwiesen. Die Station informiert zudem in Vorträgen und insbesondere durch Exkursionen über die Ziele von Natur- und Landschaftsschutz.

Eine Zusammenlegung mit der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet in Herne würde mitnichten zu einer Optimierung der Organisationsstruktur führen. Die geplante Einsparung würde durch die Fahrtkosten der zwischen Herne und Duisburg pendelnden Mitarbeiter wieder aufgehoben. Außerdem betätigt sich die Herner Biostation im Bereich Natur- und Umweltbildung und nicht in dem Bereich Biotoppflege.

Die Einrichtung der Biologischen Station war vor einigen Jahren einstimmig im Umweltausschuss beschlossen worden, die SPD-Fraktion erhofft sich deshalb eine breite Unterstützung für ihre Initiative.

Bruno Sagurna, SPD-Ratsherr
Umweltpolitische Sprecher SPD Fraktion
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