SPD besorgt:
Droht weitere Friedhofsgebührenerhöhung?
Schließung von Friedhöfen wird abgelehnt
24.05.2007

Die SPD-Fraktion ist besorgt, dass Oberbürgermeister Sauerland und Stadtdirektor Greulich wieder mal das Sterben in Duisburg teurer machen wollen. Nachfragen der SPD zu den aktuellen Bestattungszahlen und der Entwicklung seit der letzten Gebührenerhöhung wurden von Stadtdirektor Greulich im zuständigen Umweltausschuss am Dienstag nicht beantwortet. Laut Greulich gab es angeblich keine aktuellen Zahlen.

SPD-Ratsherr Bruno Sagurna, Sprecher der SPD im Umweltausschuss, ist zutiefst verärgert, dass zwei Tage nach dem Ausschuss, plötzlich Zahlen von der Verwaltung öffentlich genannt werden:

„Stadtdirektor Greulich hat dem Ausschuss die Zahlen verheimlicht. Jetzt wird klar wieso. Die von uns bekämpfte Erhöhung der Friedhofsgebühren hat wohl dazu geführt, dass es Duisburger gibt, die sich eine Beerdigung in Duisburg nicht mehr leisten können. Deshalb sind die Bestattungszahlen dramatisch eingebrochen. Das ist eine ganz schlechte Nachricht.“

Der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses, Ratsherr Theo Peters, ist überrascht über die jetzt genannten Vorschläge der Stadtverwaltung:
„Wir lehnen die Schließung von Friedhöfen ab. Die Vorstellung, dass einem trauernden Menschen irgendwann gesagt wird, dass er nicht mehr zum Grab seines Angehörigen gehen darf, finde ich unerträglich.“

 

Auch eine drohende Gebührenerhöhung, das Standard-Rezept von Oberbürgermeister Sauerland, lehnen Peters und Sagurna unisono ab. Der Gegenvorschlag der SPD lautet: Friedhofs-Gebühren senken, damit sich alle Bürger in Duisburg wieder eine Bestattung auf ihrem Wunschfriedhof leisten können und nicht in das Umland, teilweise bis nach Holland, abwandern.

Hintergrundinformation: In den letzten Jahren wurden mehrfach die Friedhofsgebühren durch Oberbürgermeister Sauerland, CDU, Grüne und rechte Splitterparteien im Rat erhöht. Mit der Konsequenz, dass Duisburg mittlerweile bei den Bestattungskosten die teuerste Großstadt in Nordrhein-Westfalen ist. Laut dem Bund der Steuerzahler NRW nimmt Duisburg sowohl beim Erdreihengrab als auch beim Urnenreihengrab einen Spitzenplatz ein. Mal eben rund 2000 Euro nur für die Gebühren ist nach Einschätzung der SPD-Fraktion ziemlich happig. Kommen noch Sarg, Grabstein, Trauerfeier und Anzeigen hinzu, ist ein Bürger, der sich auf einem städtischen Friedhof bestatten lässt, schnell mehrere tausend Euro los.

Bruno Sagurna, SPD-Ratsherr
Umweltpolitische Sprecher SPD Fraktion
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