Stolpersteinverlegung zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus
14.06.2007

Am Montag, den 14.05.2007, wurden für jüdische Opfer der Nazidiktatur an der Augustastr. 29 in Duisburg-Meiderich „Stolpersteine“ verlegt. In diesem Haus lebten Inge Stern, Max Stern, Hedwig Stern, Kurt Stern, Mathilde Kaufmann, Hugo Cohen bis zu ihrer Verschleppung und Ermordung im Konzentrationslager.

Die „Stolpersteine“ sind 10x10 cm große Pflastersteine, der eine Messingplatte mit einer Inschrift tragen und in den Gehweg vor dem Wohnhaus eingelassen wurden. Hergestellt wurden die Steine vom Künstler Gunter Demnig, der in den vergangenen Jahren 11.000 Steine für Opfer des Nationalsozialismus verlegte und bei der Zeremonie anwesend war.

Unübersehbar, aber nicht überwältigend sollen sie sein. Die Steine, die nur im symbolischen Sinn zum Stolpern gedacht sind. »Stolpern heißt auch darauf stoßen«, so der Künstler Demnig.

 


Die Patenschaften für die Stolpersteine auf der Augustastraße wurden übernommen von:

  • AKSUS (Arbeitskreis Schule und Stadtteil e.V.)
  • Bezirksvertretung Meiderich/Beeck
  • Gesamtschule Meiderich
  • SPD-Fraktion BV Meiderich/Beeck
  • Gemischter Kreis Lösort
  • sowie dem Vorsitzenden der SPD-Meiderich
    Volker Frings-Wikker

rechts im Bild: Volker Frings-Wikker
(Fraktionssprecher Bezirksfraktion, Vorsitzenden der SPD-Meiderich)

Der SPD-Vorsitzende hob in seiner kurzen Ansprache hervor, dass es gelte die Erinnerungen an die Greueltaten des Nazi-Regimes aufrecht zuhalten und durch diese Erinnerung Verantwortung mitten im Alltag zu übernehmen, und somit rechtsradikalem Gedankengut entscheiden entgegenzutreten.

Mahnen sollen sie uns besonders deshalb, da auch heute noch oder wieder Menschen Gedanken dieses schrecklichen Regimes herumposaunen. Es ist deshalb unser aller Aufgabe deutlich dem entgegenzutreten. Erinnerungen an das aufrecht zu halten, was für uns alle – so glaube ich – immer noch unfassbar- aber doch schreckliche Wirklichkeit war.

Es geht darum, nicht nur in großen öffentlichen Veranstaltungen Verantwortung zu benennen, sondern diese Verantwortung mitten im Alltag, mitten im Leben auch mit Überzeugung zu übernehmen. Dieser Verantwortung werden wir gerecht, wenn wir die Erinnerungen wach halten und die Konsequenzen beherzigen. Hierbei sollte uns immer ein Zitat von Erich Kästner bewusst sein, der auch mehrmals während der Nazi-Zeit verhaftet wurde und dessen Bücher verbrannt wurden.

Volker Frings-Wikker, Vorstandvorsitzender SPD-Meiderich Fraktionsvorsitzender Bezirksvertretung
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