SPD-Initiative im Umweltausschuss erfolgreich:
Konkrete Maßnahmen für saubere Luft
14.06.2008

Auf Initiative der SPD hat der städtische Umweltausschuss die Stellungnahme der Stadt zum neuen Luftreinhalteplan ergänzt: Neben dem Autoverkehr soll auch die Industrie und das Gewerbe zu konkreten Maßnahmen mit einem überprüfbaren Zeitplan für saubere Luft verpflichtet werden. Die Stadt Duisburg soll in einer Stellungnahme an die Bezirksregierung dieses einfordern.
Der Entwurf des Luftreinhalteplans macht deutlich, dass in Duisburg 6942 Tonnen Feinstaub durch Industrie und rund 477 Tonnen durch Verkehr verursacht werden. Diese Tatsachen finden sich auf der Maßnahmenseite des Luftreinhalteplanes nicht wieder. Deshalb hatte die SPD im Umweltausschuss konkrete Maßnahmen für saubere Luft gefordert.

Dazu zählt nicht nur eine detaillierte Analyse der bestehenden Schwachstellen, sondern auch die Verpflichtung der Betriebe den aktuellen Stand der Technik beim Umweltschutz endlich zu nutzen.
Bruno Sagurna, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, drängt auf Verbesserungen:

„Die Gesundheit der Menschen muss Vorrang haben. Eine aktuelle Studie im Ruhrgebiet zeigt, dass Menschen, die näher an einer Hauptverkehrsstraße wohnen, eine stärkere Verkalkung der Herzkrankgefäße aufweisen. Durch das Reizgas NO2 nehmen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.“

Eine weitere SPD-Forderung wurde auch übernommen: Die Landesregierung und der Landtag NRW werden aufgefordert, Fördermaßnahmen für die Umrüstung von PKWs und LKWs insbesondere für kleine Handwerks- und Gewerbebetriebe zur Verfügung zu stellen. Nach wie vor sorgt die geplante Umweltzone für große Unruhe bei Handwerkern, Gewerbetreibenden und Bürgern mit einem älteren Automodell.

Da viele der Betroffenen keine großen Summen beiseite legen konnten, können sie sich kein Neuwagen oder eine Umrüstung des Autos leisten. Sagurna: „Wegen der Umweltzone werden sich viele Bürger eingeschränkt fühlen, weil sie ein altes Auto haben. Handwerker und Gewerbetreibende könnten Kunden in der Umweltzone verlieren. Deshalb muss denen geholfen werden.“

Bruno Sagurna, Umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion, Vorstandvorsitzender SPD-Meiderich, Ratsherr
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