SPD zum Blaualgenproblem:
Stadtspitze muss handeln
04.08.2008

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ratsherr Bruno Sagurna, kritisiert den laxen Umgang der Stadtspitze mit der Blaualgenproblematik. Es fehlen klare Informationen über eine eigenverantwortliche Gefährdungsabschätzung der Bürger. Auch sind keine Konsequenzen erkennbar.

Sagurna: „Die Bürger mit Kindern sind verunsichert und verwirrt. Es fehlt Klarheit. Dürfen die Kinder weiter schwimmen gehen oder ist es zu riskant? Werden jetzt Gewässer offiziell gesperrt oder nicht? Was ist mit den Kindern, die das Wasser trinken. Müssen die sofort zum Arzt? Das Risiko wird auf den Bürger abgewälzt.“

Besondern ärgert sich der Umweltexperte über die Aussage, dass die Stadt erst einmal abwartet und gegebenenfalls weitere Schritte einleitet. Sagurna: „Es muss doch nicht erst etwas passieren, bis die Stadt handelt.“

Überrascht ist Sagurna zudem über die Tatsache, dass noch im Frühjahr dem städtischen Umweltausschuss versichert worden ist, dass mit den Duisburgern Gewässern alles in Ordnung sei. Nach seinem Kenntnisstand gab es auch keine besonderen klimatischen Auffälligkeiten wie beispielsweise eine lange Trockenperiode. Blaulalgen gedeihen besonders gut in nährstoffreichen Gewässern und brauchen Sonne und Wärme. Der SPD-Politiker vermisst zudem eine Konzeption für eine Ursachenbekämpfung.

Bruno Sagurna, Umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion, Vorstandvorsitzender SPD-Meiderich, Ratsherr
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