Pressemeldung der SPD-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR): Schilderdschungel und Informationswirrwarr statt Gesundheitsschutz
27.08.2008
(Duisburg / Essen) Am 04. August ist der Luftreinhalteplan für das Duisburger Stadtgebiet als Teil des Luftreinhalteplans Ruhrgebiet in Kraft getreten. Am 1. Oktober wird die Umweltzone in Duisburg eingerichtet, in der es aber bis zum 1. Januar 2009 noch eine Schonfrist gibt, bevor dann kostenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen werden. Bis dahin will die Stadt Duisburg mehr als 400 Schilder aufgestellt haben, die die Umweltzonen kenntlich machen.

„Anstatt einer einfachen und sinnvollen Lösung kommt nun ein Schilderwald, der mit mehr als 500.00 Euro Kosten im gesamten Ruhrgebiet nicht nur teuer ist, sondern auch einen hohen Aufwand an Bürokratie mit sich bringt.“, so Bruno Sagurna, Duisburger Ratsherr und Umweltexperte der SPD-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR).

„Die Maßnahmen, die jetzt geplant sind, sind inkonsequent. Den Bürgerinnen und Bürgern kann man kaum erklären, warum die eine Straßenseite innerhalb, und die andere außerhalb der Umweltzone liegt.

Der Umweltschutz, der hier erfolgen soll, bedeutet Gesundheitsschutz für die Menschen. Denn die müssen vor den Hauptübeltätern des Feinstaubs, den Diesel-Fahrzeugen ohne Partikelfilter, geschützt werden. Allerdings darf die Industrie dabei nicht außen vor bleiben, denn von den mehr als 7.000 Tonnen Feinstaub in Duisburg kommen nur knapp 250 vom Autoverkehr. Für den Rest ist die Industrie verantwortlich, und die muss dafür auch zur Verantwortung gezogen werden.“, so Sagurna.

Abschließend berichtet Bruno Sagurna noch über seine eigenen Erfahrungen, als er sich über die einzelnen Maßnahmen zur Umweltzone in Duisburg informieren wollte:
„Gestern und heute wollte ich mich im Internet über die genauen Maßnahmen in Duisburg erkundigen. Als ich einen Link auf der Duisburger Homepage mit weiteren Informationen der Bezirksregierungen zum „Teilplan Ruhrgebiet West“ angeklickt habe, erschien groß „Fehler“ auf meinem Monitor. Fehler? Ja, da gebe ich der Bezirksregierung ausnahmsweise recht.“.

Bruno Sagurna, SPD-Ratsherr
Umweltpolitische Sprecher SPD Fraktion
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