Die Vorsitzenden der SPD-Ortsvereine im Bezirk Meiderich haben Daniela Stürmann zur Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl in diesem Jahr ernannt. Sie soll die neue Bezirksbürgermeisterin werden. Mit der 23jährigen Politikstudentin der Duisburger Universität wird erstmals eine Frau an der Spitze der SPD-Liste in Meiderich stehen.
„Ich freue mich, stehe vor einer riesigen Herausforderung und weiss, dass ich in große Schuhe schlüpfen soll,“ sagte sie der Redaktion in einem ersten Gespräch. |
Dass sie direkt in die Verantwortung treten soll, macht die selbstbewusste Mittzwanzigerin nicht nervös. „Wir haben ein gutes Team, wir haben einen starken Bezirk und wir brauchen klare Mehrheiten“, so Stürmann, die in enger Verbindung zum heutigen Amtsinhaber Willi Jankowski steht. „Weil ich weiss, dass ich natürlich noch viel lernen muss.“
Bei ihren Schwerpunkten will sie sich noch nicht endgültig festlegen. An den gewachsenen und guten Kontakten zur Vereinsszene will sie festhalten. „Und ich möchte gerne auf die Kindergärten und Schulen zugehen, will mit den Beschäftigten genauso über die Probleme reden wie mit den Elternräten.“
Die gebürtige Norddeutsche, die seit einigen Jahren in Meiderich wohnt, hofft auf einen neuen Politikschwerpunkt in Duisburg: „Ich will mehr Gewicht in den Bezirken sehen. Wenn das Leben in unseren Stadtteilen gut funktioniert, dann ist auch die Gesamtstadt stark. Wir brauchen mehr Mittel, aber auch mehr Aufmerksamkeit.“
Herbert Eickmanns, Sprecher der sechs Ortsvereine im Bezirk, zeigte sich stolz: „Wir haben nicht nur unsere Mannschaft verjüngt, sondern geben auch Verantwortung weiter. Wir stehen für Kontinuität.“
Bruno Sagurna, Vorsitzender der Meidericher SPD, aus der auch Stürmann kommt: „Wir haben nicht nur junge Leute in der SPD, die dürfen bei uns auch richtig mitmischen. Und wie man sieht, sie sind mit Spaß und Leidenschaft dabei.“
Klar ist Stürmanns Position zum Milchhofgelände in Meiderich, einem der Hauptthemen im Bezirk: „Wir beschädigen unsere Von-der-Mark-Straße mit einem Einkaufszentrum an dieser Stelle, aber wir wollen eine starke Basarstraße. Das alte Milchhofgelände liegt in einem Wohngebiet, und das soll es auch bleiben.“ |