Damit's künftig leiser wird, wird's erst einmal etwas lauter: In wenigen Tagen beginnen die Bauarbeiten an einem neuartigen Lärmschutzwall, der dafür sorgen soll, dass die Meidericher im Umfeld des Bahnhofs Ruhrort-Hafen bald ruhiger schlafen können.
Der Baugrund ist bereits bereitet: Was wie ein Schotterweg aussieht, wird ab Anfang nächster Woche die Basis eines fünf Meter hohen Walles, der – wie bereits berichtet – vor allem von den Anwohnern der Borkhofer Straße schon seit längerer Zeit gefordert wird. Der Wall wird aus sogenannten Gabionen bestehen, das sind große Steinpakete in einem massiven Drahtgestell. Mittendrin ist zudem eine Kunstschicht vorgesehen, die eine zusätzliche Schalldämmung bewirken soll.
Das ganze Bauwerk, 500 Meter lang und 1,2 Millionen Euro teuer, entstehe auf der Trasse eines alten Gleises des Rangierbahnhofs, erläuterte SPD-Ratsherr Bruno Sagurna auf der Baustelle: „Deshalb muss dafür auch kein Baum abgehackt werden.” Ein Wall verlängere den Schallschutz in Richtung Ratingsee.
Bei der Konstruktion mit dem schallschluckenden Kunststoff-Innenleben handele es sich um einen Prototyp, an dem während der nächsten Monate Messungen vorgenommen würden. Eingeplant, so Sagurna, seien auch mehrere kleine Durchlässe, damit Tiere von einer Wallseite zur anderen wechseln können. Gearbeitet werde in der etwa einmonatigen Bauphase von morgens 7 bis abends 20 Uhr. Bezahlt wird der Wall aus Mitteln des Konjunkturpaketes.
Wesentlich mehr Euros fließen in die Bahnanlagen hinter dem künftigen Lärmschutz. Dort werden derzeit zehn Aufstellgleise mit einer Länge von je 700 Metern verlegt, um komplette Züge besser abfertigen zu können.
Die künftige Drehscheibe für den kombinierten Ladungsverkehr zwischen Schiene und Straße soll, so hat sich Sagurna informiert, vom Hafen aus angefahren werden. Wohngebiete blieben vom erhöhten LKW-Aufkommen verschont.
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